Moderne portugiesische Architektur
7 Tagereise ab Porto nach Lissabon
Eine Woche lang besichtigen wir Bauwerke, die die moderne portugiesische Architektur geprägt haben: Vom Norden aus, wo wir hochkarätige Projekte der Escola do Porto, der Schule von Porto besichtigen, geht es bis nach Lissabon, jener einzigartigen Stadt mit ihren verschiedenen Baustilen, wo durch Stadtsanierung neuer Lebensraum für die Bewohner geschaffen wurde. Diese Reise ist aber auch eine gute Gelegenheit, sechs Tage lang die moderne Kunstszene kennenzulernen.
PROGRAMM
Am Nachmittag des ersten Tages lädt der Architekt, der die Besichtigung leitet, zu einem Spaziergang durch das historische Zentrum ein: dabei erfahren Sie etwas über den traditionellen Dialog mit der Moderne. Die sanierte Praça dos Aliados, der Bahnhof São Bento von Álvaro Siza Vieira und Eduardo Souto Moura, die Casa dos 24, das Tourismusgebäude von Porto, das Fernando Távora entworfen hat, die Standseilbahn Elevador dos Guindais von Adalbero Dias und die Frente Ribeirinha von Manuel Fernandes Sá sind einige der Stationen auf der Tour. Auf der anderen Flusseite, in Gaia, wo sich die Portweinlager befinden, sind Sie zu einer Verkostung dieses auf der Welt einmaligen Dessertweins eingeladen. Es bleibt noch ausreichend Zeit, um das Werk der jüngsten Architektengeneration von Cristina Guedes und Francisco Viera de Campos, das Straßencafé Ar de Rio, zu besichtigen.
Der Morgen des zweiten Tages ist den großen architektonischen Bauwerken der Stadt gewidmet: Die Casa da Música von Rem Koolhas und das Museu de Serralves von Siza Viera (1999), das sich in einer französisch geprägten Umgebung befindet, in der auch ein Art-Déco-Haus steht. Für die Rundfahrt nutzen wir die Metro, die vor kurzem von Souto Moura gestaltet wurde, der die Beziehung zwischen Stadt und Umland radikal neu definiert hat.
Nachmittags wird die Besichtigung über die Uferstraße entlang des Flusses in Richtung Meer fortgesetzt. Mit einem Besuch im Stadtpark, die von Sidónio Pardal und Sola Morales gestaltete Meeresfront, und führt weiter bis nach Matosinhos, die Meeresfront (Souto Moura) entlang bis nach Leça, wo sich die Piscina das Marés, das Gezeitenschwimmbad von Siza Viera (1966) befindet, das sich dank seiner perfekten Form in die Landschaft einfügt und als nationales Denkmal eingestuft wurde. Zuguterletzt besuchen wir die Casa de Chá da Boa Nova (1958-63), die auf den Felsen über dem Meer erbaut wurde und eines der ersten Werke des damals sehr jungen Siza Viera ist. Hier gewinnt das Meer bei Sonnenuntergang eine neue Dimension.
Am dritten Tag verlassen wir Porto in Richtung Viana do Castelo, einer der ältesten Städte des Landes, das heute wegen ihrer Bibliothek aus weißem Beton von Siza Viera und dem Gebäude an der Praça da Liberdade der Távoras (Vater und Sohn) vor dem Hintergrund des Atlantischen Ozeans als Mekka der Architektur gilt. Nach einem Spaziergang durch das historische Zentrum der Stadt wird die Reise nach Braga fortgesetzt, wo der Besuch des Fußballstadions von Souto Moura (2004), das aus einem Granitsteilhang geschlagen wurde, ein Muss darstellt. Die letzte Etappe des Tages führt nach Marco de Canaveses, wo Siza 1997 eine Kirche und später ein Pfarrzentrum entworfen hat. Ein Musterbeispiel für moderne Kirchenarchitektur aufgrund der formalen Klarheit und der geometrischen Wesentlichkeit.
Der Morgen des vierten Tages ist dem Universitätscampus von Aveiro gewidmet, dessen Bau in den 80er Jahren im Rahmen eines Stadtentwicklungsplans von Nuno Portas begonnen wurde. Dies ist eine gute Gelegenheit, verschiedene Projekte der besten portugiesischen Architekten kennen zu lernen: Bibliothek und Wasserspeicher, Siza Vieira; Institut für Keramikingenieurswesen, Alcino Soutinho; Studentenwohnheim, Adalberto Dias; Institut für Geowissenschaften, Souto Moura; Rektorat, Gonçalo Byrne und Manuel Aires Mateus, Ponte Pedonal, João Luís Carrilho da Graça; Mensa, Manuel und Francisco Aires Mateus.
Es folgt ein Abstecher nach Ílhavo, wo sich das Meeresmuseum und die Bibliothek befinden – beides Projekte des Architekturbüros ARX.
Am späten Nachmittag erreichen wir Lissabon, wo wir im einzigen Art-Déco-Hotel der Stadt übernachten, ein Werk des modernistischen Architekten Cassiano Branco.
Der fünfte Tag beginnt direkt in Lissabon mit einem Spaziergang zu den Aussichtspunkten und alten Vierteln, um einen Einblick in die Geschichte der Stadt und ihre städtebauliche Entwicklung zu bekommen. Ein Besuch der pombalinischen Baixa, die auf den außergewöhnlichen Plan zum Wiederaufbau der Stadt nach dem Erdbeben von 1755 zurückgeht, der die utopischen Idee einer rationalen Gesellschaft widerspiegelt. Anschließend gehen wir den Hügel zum Chiado hinunter, einem Viertel, das von Siza Viera nach dem Feuer von 1988 neugestaltet wurde und ein Besuch des Nationalmuseums für Zeitgenössische Kunst, dem Museu do Chiado, das nach einem Entwurf von J.M. Wilmotte erweitert und aufgewertet wurde. Anschließend besuchen wir das bedeutende Rektorat der Universidade Nova von Aires Mateus. Den verbleibenden Nachmittag verbringen wir im Park der Nationen – einem 330 ha großen Industriegebiet, das am Fluss städtebaulich neu gestaltet wurde, wo die Weltausstellung Lissabon – die Expo 98 stattfand. Auch hier besichtigen wir die wichtigsten Bauwerke – die Estação de Oriente von Calatrava, den Pavilhão de Portugal von Siza Vieira, das Ozeanarium von P. Chermayeff sowie die Wohn- und Bürogebäude, die Grünanlagen, öffentliche Kunst und zuguterletzt den Parque do Trancão, einem Beispiel für Umweltsanierung durch Landschaftsarchitektur.
Der Morgen des sechsten Tages beginnt mit dem Besuch der gerade erbauten Escola Superior de Música von Carrilho da Graça. Anschließend gehen wir zum Fluss hinunter zum berühmten denkmalgeschützten Viertel von Belém mit den Bauwerken aus dem 16. Jahrhundert im manuelinischen Stil, die als Kulturerbe der Menschheit klassifiziert sind, dem Hieronimus-Kloster und dem Torre de Belém. Hier wurde in den 90er Jahren das Kulturzentrum von Belém erbaut, ein Zentrum für Aufführungen und Ausstellungen, das von Gregotti und Salgado stammt. Es bleibt noch Zeit für ein Besuch des Dokumentationszentrums der Präsidentschaft der Republik von Carrilho da Graça, ein in der Stadt gut versteckter Geheimtipp. Das Mittagessen wird in einem der Straßencafés am Tejo eingenommen. Nachmittags steht der Besuch verschiedener zeitgenössischer Kunstzentren auf dem Programm: Buchhandlungen, Designerläden, Kunstgalerien und Lagerhäuser, in denen Ateliers und kreative Gewerbe eingerichtet wurden, die Freizeitzentren für Unterhaltung am Tag und in der Nacht nicht zu vergessen.
Preise
- 7 tagereise ab Porto
- Preis pro Person ab € 1 431 in Gruppen zu 8 Personen
- Einzelzuschlag von € 369
In der Reise enthalten sind
- 6 Übernachtungen mit Frühstück – davon 3 im Pestana Porto 4* und 3 im Hotel Britânia 4* in Lissabon
- Tägliches Frühstück und 2 Abendessen (Wasser, Wein und Kaffee inklusive)
- 7 Tage Transport der Reisegruppe
- 7 Tage lang Reiselbegleitung durch einen Architekten – Porto, Viana do Castelo, Braga, Marco de Canaveses, Aveiro und Lissabon;
- Geführte Besichtigung der Casa da Música, geführte Besichtigung in Serralves, Eintritt in das Stadion von Braga und in das Museu do Chiado
In der Reise nicht enthalten sind
- Flugtickets
- Zusätzliche Speisen und Getränke (neben den aufgeführten)
- Trinkgelder oder andere persönliche Ausgaben
- Reiseversicherung
- Beschaffung der notwendigen Ausweispa




